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Wild
Bunch AVALON Japan 2001 Regie mamoru oshii Darsteller malgorzata foremniak, wladyslaw kowalski, jerzy gudejko, dariusz biskupski |
| Das
Leben außerhalb der Matrix ist eine ernüchternde Enttäuschung.
So sah es Mamoru Oshii in seinem herausragenden Kult-Anime GHOST IN THE
SHELL. Was sich 95 nur auf Folie herstellen ließ, wurde jetzt
in herausragenden Bildern auf die Leinwand gebannt. Wie so oft in seinem
Werk geht es dem Filmemacher um die Schnittstelle von Realität und
Traum Bewusstseinsebenen, die er kunstvoll miteinander zu verweben
versteht: In einer entfernten Zukunft befindet sich die Menschheit im Suchttaumel
nach der illegalen, hyperrealistischen und potentiell tödlichen Kampfsimulation
AVALON. Als die fanatische Spielerin Ash von einem geheimen Spiellevel höheren
Rangs erfährt, ist sie Feuer und Flamme. Mit Hilfe einer schrägen
Anarcho-Gang begibt sich Ash auf die Suche nach der ultimativen Cyberspace-Erfahrung...
... eine elegische, visuell bahnbrechende Zukunftsvision um ein alles beherrschendes Computerspiel. Mit US-Geldern von einem Japaner in und mit Polen gedreht, vereint der Film amerikanische Technik, osteuropäisch-morbides Flair und einen asiatischen Sinn für Poesie. Vergleiche mit MATRIX liegen bei diesem genretypischen Spiel mit den Realitätsebenen nahe, wobei AVALON dabei als der kleinere, doch mutigere und tiefer gehende Film abschneidet [ ] Die digitale Tricktechnik und Soundeffekte sind durchweg beeindruckend, doch was AVALON letztlich vom Cyber-Science-Fiction abhebt, ist sein Wille zu Melodramatik und Poesie. Statt pubertärer Hardware-Verliebtheit ist der Film getragen von einer tiefen Melancholie, die im allerletzten Bild zu einem traurigen Lächeln findet. Blickpunkt Film
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