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Alles gesehen, alles gehört. Man glaubt, nichts könne
mehr überraschen. Plötzlich wird einem ein raffinierter Schocker
vor den Latz geknallt, der tatsächlich kalt erwischt. Mit seiner
raffinierten Mischung aus subtiler Paranoia und klamm emporkriechender
Gänsehaut bietet STIR OF ECHOES genau jenen Thrill, für den
man einst dem Fantasy-Genre verfallen ist.
Ähnlich wie in THE SHINING wird das schwelende Grauen des Betrachters
aus kindlicher Perspektive entfacht. Lakonisch fragt der kleine Junge
direkt in die Kamera: Tut es weh, tot zu sein? Jake hat das
zweite Gesicht. Er hört Stimmen, sieht Erscheinungen. Dad (Kevin
Bacon) nervt die Harvey-Phase seines vierjährigen Sprößlings.
Als gestandenes Mannsbild hat der Familienvater für Psychoscheiß
und Spukgeschichten nichts übrig. So ist der Skeptiker auch bereit,
sich eines Abends zum Spaß hypnotisieren zu lassen. Was als harmloser
Partygag gedacht war, markiert den markerschütternden Beginn der
Höllenfahrt des Mr. Tom Witzky. Der Trip ins Unterbewußte mutiert
zum nicht enden wollenden Ort der Verdammnis: Dunkelheit. Gleißendes
Licht. Blut, viel Blut. Ein Handgemenge, ausgeschlagene Zähne. Eine
Frau, blaß, im Nebel. Wie von Sinnen steigert sich Tom ins dunkle
Reich zwischen Traum und Realität. Er kappt jeden Kontakt zur Außenwelt,
stets auf der Flucht vor geisterhaften Visionen, die ihn auf Schritt und
Tritt verfolgen. Die Gegenwart wird ihm egal. Du mußt keine
Angst haben, tröstet ihn sein kleiner Sohn. Aber Tom hat Angst,
nackte Angst. Angst, die von nun an sein Leben kontrolliert und
dem Wahnsinn als Vorbote dient...
STIR OF ECHOES ist ein Film gegen den Trend. Er verzichtet auf Teenager
und Schreck-Effekte. Es ist die Rückkehr zum ernsten, psychologischen
Horror, der auf hervorragende Schauspielerleistungen und hypnotische Bilder
setzt. Die geschickt eingesetzten Spezialeffekte unterstützen die
unheimliche Begegnung mit dem Schattenreich, ohne jemals zum Selbstzweck
zu gereichen. Ganz in der Tradition meisterhafter Kollegen wie Anthony
Perkins, Jack Nicholson, Willem Dafoe oder Christopher Walken, läuft
Kevin Bacon zu darstellerischer Bestform auf. Den dramatischen Zerfall
des durchschnittlichen Bürgers zu einem mit Preßlufthammer
bestückten Irren, setzt wild thing Bacon erschreckend überzeugend
um.
Regisseur David Koepp (THE TRIGGER EFFECT), hauptberuflich Hollywoods
Drehbuchautor du jour (JURASSIC PARK, MISSION: IMPOSSIBLE) vollbringt
mit STIR OF ECHOES einen supranaturalen Geniestreich, dessen Wirkung sich
niemand entziehen kann. Der zutiefst bedrohliche Film, nach dem gleichnamigen
Roman des Kultautoren Richard Matheson (Duel, verfilmt von
Spielberg, I am Legend, Vorlage für THE OMEGA MAN), schleicht
sich von hinten an und schleift seine Betrachter im klammen Würgegriff
bis zum bitteren Finale.
In every mind theres a door that has never been opened
until now... Tom Witzky is a blue-collar worker, a family man, the most
ordinary guy in the world. It doesnt matter that Tom doesnt
believe in spirits because now a spirit has started to believe in Tom.
After being hypnotized at a neighborhood party he begins to see things
he cant explain, hearing voices he cant ignore, living a life
that is not his own. When his visions of death finally turns true and
threatens the lives of his own family he learns that these are echoes
of a conspiracy crime calling out to be solved. But for laying the troubled
spirit to rest a deadly price has to be paid.
Reminiscent of THE SHINING, and combining the best of a modern
thriller with an old-fashioned ghost story, STIR OF ECHOES is a multi-layer
of psychological intrigue reaching new high-scores on the all-time charts
of horror and suspense.
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