Plac zabaw

Polen 2016 / 81 min / polnische OmeU

Playground

Wer PLAYGROUND zu beschreiben versucht, greift schnell zu den heftigsten Vergleichen: Gaspar Noés Erstling SEUL CONTRE TOUS – MENSCHENFEIND, der äußerst kontroverse A SERBIAN FILM, oder von Triers Skandalschocker ANTICHRIST – die ganz großen Kaliber also. Das wirkt ein bisschen hilflos. Man möchte seiner Betroffenheit Ausdruck verleihen und greift daher zum Naheliegendsten: zu Vergleichen, die Distanz schaffen sollen. Natürlich ist die auch bitter nötig nach der emotionalen Attacke, der uns Bartosz M. Kowalski mit seinem Regiedebüt aussetzt. Auch wenn sich schon von Beginn Unheil ankündigt, ist es unmöglich, auf das vorbereitet zu sein, was passieren wird.

 

In langen Einstellungen steuert der Film auf die Katastrophe zu, während er drei polnischen Kids durch den letzten Schultag des Jahres folgt. Ein ganz normaler Tag zunächst. Ein dickes Mädchen will einem Jungen ihre Gefühle für ihn gestehen. Der Junge und sein bester Freund haben ihre ganz eigene Art, darauf zu reagieren. Man hasst sie schon jetzt. Aber das ist nur der Auftakt für die eine Szene, die sich danach wie zufällig und doch zwingend ergibt und die so unerwartet kommt wie das Ende von Catherine Breillats Romanverfilmung MEINE SCHWESTER. Nur dass sie kein kurzer, harter Schock ist, sondern so endlos und schrecklich, dass wir uns weit weg wünschen, oder eben zu Vergleichen greifen. Weil PLAYGROUND die Hölle ist.

 

 

VIOLENCE

 

TERROR

 

 


CREDITS

REGIE

Bartosz M. Kowalski

DARSTELLER

Michalina Świstuń, Nicolas Przygoda, Przemysław Baliński, Patryk Świderski, Paweł Brandys, Anita Jancia-Prokopowicz, Paweł Karolak, Małgorzata Olczyk

DREHBUCH

Bartosz M. Kowalski, Stanislaw Warwas PRODUZENT

Dariusz Pietrykowski

KONTAKT

Latido Films

Screenings

MÜNCHEN – 08 Sep / 16.00 Uhr
HAMBURG – 09 Sep / 16.15 Uhr
STUTTGART – 13 Sep / 16.30 Uhr
BERLIN – 23 Sep / 20.45 Uhr
FRANKFURT – 23 Sep / 20.45 Uhr
KÖLN – 30 Sep / 16.45 Uhr
NÜRNBERG – 30 Sep / 14.45 Uhr