Australien 2016 / 108 min / englische OV

Hounds Of Love

„Bei uns passieren keine schlimmen Dinge. Wir sind nicht in New York“, versichert der Polizeibeamte den panischen Eltern. Ihre Tochter Vicki hat sich nachts aus dem Haus geschlichen und wurde seither nicht mehr gesehen. Doch die Schülerin ist keine Ausreißerin, die gelangweilt und hungrig wieder auftaucht. Vicki hängt gekettet, geknebelt und misshandelt fest im vernagelten Hinterzimmer des Ehepaars Evelyn und John White.

 

Es ist die Normalität des Horrors, mit der uns HOUNDS OF LOVE tief in die Magengrube trifft. Junge Mädchen entführen, quälen und schließlich beseitigen ist nichts weiter als das Hobby der Whites. Großer Verdienst: Der Film verweigert sich jeglichem Voyeurismus. Eine sich schließende Tür ist in den Händen eines fähigen Regisseurs um so vieles verstörender als die detaillierte Nahaufnahme! Zumal das Täterpaar so gar nicht psychopathisch daherkommt. Evelyn nimmt die täglichen Demütigungen ihres Mannes hin. John seinerseits wird von den Kleinganoven des Viertels unter Druck gesetzt. Es ist also nachvollziehbar, dass sich Vicki ins Haus der so arglos wirkenden Whites locken lässt. Auch im weiteren Verlauf ihres Martyriums verhält sich die Jugendliche glaubhaft – eine Seltenheit im Subgenre des Entführungsthrillers. Darüber hinaus überzeugen das stimmige 80er-Jahre-Setting und die treffsicher eingesetzten Songs von Cat Stevens, Joy Division oder The Moody Blues. „Nights in White Satin“ werdet ihr nie wieder mit denselben Ohren hören!

 

 

VIOLENCE

 

Cool Music

 

 


CREDITS

REGIE

Ben Young 

DARSTELLER 

Emma Booth, Stephen Curry, Ashleigh Cummings, Susie Porter, Damian de Montemas, Harrison Gilbertson 

DREHBUCH

Ben Young 

PRODUZENT

Melissa Kelly

VERLEIH

Indeed Film

Screenings

MÜNCHEN – 07 Sep / 22.45 Uhr
HAMBURG – 11 Sep / 20.45 Uhr
STUTTGART – 11 Sep / 20.45 Uhr
BERLIN – 14 Sep / 18.30 Uhr
FRANKFURT – 24 Sep / 14.45 Uhr
KÖLN – 23 Sep / 20.15 Uhr
NÜRNBERG – 25 Sep / 20.30 Uhr